Gebet für die Mission

Gebet für die Mission

Gebet für die Mission

I. Zielgerichtetes Gebet

1. Durch Gebet bist du aktiv an der Mission beteiligt

Durch das Gebet hast du die Möglichkeit, die Arbeit von Missionaren aktiv zu unterstützen. Bitte Gott, dass er dir eine Person im Missionsdienst zeigt, für die du regelmäßig beten sollst.

2. Gezielte Informationen helfen, konkret zu beten

Es ist schwierig, für eine Person im Missionsdienst zu beten, wenn du mit ihrer Situation nicht wirklich vertraut bist. Investiere ein wenig Zeit und schreibe ihr. Durch die Möglichkeiten per Email zu kommunizieren, ist es einfach zu erfahren, wofür du konkret beten kannst. Frage zum Beispiel nach den Arbeitsmöglichkeiten und welche Schwierigkeiten auftreten. In der Regel steht eine Missionsorganisation hinter einer Missionarin / einem Missionar. Sie kann dir durch ihre Veröffentlichungen weitere Inputs bieten.

3. Bete für das Arbeitsgebiet der Missionarin / des Missionars

Frauen und Männer im Missionsdienst arbeiten nicht immer als „Missionare“ oder als Geistliche in Kirchen oder christlichen Gemeinden. Oft sind sie in ihren erlernten Berufen Zeugen für Jesus Christus, etwa im Sozial- oder Gesundheitsdienst, in Verwaltungen, bei Bauprojekten oder in der Agrarwirtschaft, um nur einiges zu nennen. Dabei sind sie vielen Belastungen und Anfechtungen ausgesetzt, die sie entmutigen können: das Leben in einer fremden Kultur, Arbeit unter einer gleichgültigen oder ablehnenden Bevölkerung, der Mangel an Mitarbeitern, Überlastung und Stress.

4. Bring den Mangel der Missionarin / des Missionars vor Gott

Oft fordert der Dienst das Getrenntsein vom Ehepartner oder es gibt Spannungen zwischen den Anforderungen der Arbeit und den Bedürfnissen der Familie. Durch die ungewohnten Lebensbedingungen müssen sie manche Widerwärtigkeiten auf sich nehmen. Dazu kommt die Schwierigkeit, in einer Fremdsprache Probleme lösen und Menschen seelsorgerlich helfen zu sollen.
Sehr oft haben die Missionarinnen / Missionare nur begrenzte Möglichkeiten, mit Gleichgesinnten Gemeinschaft zu pflegen. Dazu gibt es häufig Schwierigkeiten mit der Regierung oder den lokalen Behörden. Alleinstehende haben in der Regel mit Einsamkeit zu kämpfen.

5. Bete für Gesundheit

Überarbeitung gefährdet häufig den Dienst von Missionarinnen und Missionaren. Fast überall herrscht Mangel an Mitarbeitern. Das führt dazu, dass sie / er dann zu viel arbeitet und wenig Gelegenheit hat auszuruhen. So lässt ihre / seine Leistungsfähigkeit schnell nach. Bete dafür, dass sie / er Warnsignale rechtzeitig erkennt und beachtet. Bete um Gottes Bewahrung vor Krankheit und Verkehrsunfällen. Im Ausland in einen Verkehrsunfall verwickelt zu sein, kann schwerwiegende Folgen haben!

6. Bete für geistige Spannkraft

Sich ständig an die Sprache und Denkweise einer anderen Kultur anpassen zu müssen, ist anstrengend und kann sehr ermüden. Mit Problemen in einer fremden Kultur fertigzuwerden, ist eine zusätzliche Zerreißprobe, der man im eigenen Land nicht ausgesetzt wäre. Um geistig fit zu bleiben, sollten Mitarbeiter im Missionsdienst Bücher lesen können, die sie geistig anregen. Das ist oft wegen des Zeitdrucks nicht möglich. Die durch die Missionsarbeit bedingte Isolation kann sich ebenfalls negativ auf ihre / seine innere Verfassung auswirken. Es treten mitunter sogar Depressionen auf, deren Ursache die Angriffe finsterer Mächte sein können. Auch körperliche Schwäche und seelische Überforderung können unter Umstände zu Depressionen führen. Bete, dass die Person, für die du betest, in der Gegenwart Jesu lebt, sich seiner Liebe bewusst bleibt, einen klaren Lebensstil hat und weiß, wie sie / er der Versuchung Satans begegnen muss.

7. Bete für die Familie der Missionarin / des Missionars

Auch wenn es Missionaren in jeder Hinsicht gut gehen sollte, werden sie doch oft durch Angriffe Satans auf ihre Familie in der Arbeit behindert und entmutigt. Kinder können krank werden, während sie zu einem besonderen Dienst unterwegs sind. Der Ehepartner / die Ehepartnerin kann durch Einsamkeit und Depressionen angegriffen werden. Die Gesundheit der Eltern von Missionaren kann sich so verschlechtern, dass sie gebeten werden, in die Heimat zurückzukehren, um sie zu versorgen.

8. Bete um ein gutes Verhältnis zu anderen

Es kann weitaus schwerer sein, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu lieben, mit dem man Tag für Tag zusammenarbeitet, als die Einheimischen. Gottes Segensfülle wird vor allem dort erfahren, wo Einigkeit und Liebe das Verhältnis der Missionare zueinander bestimmt (Psalm 133).

9. Bete für die richtige Einstellung zu Verlorenen

Mitarbeiter im Missionsdienst werden von den Einheimischen nur selten jubelnd empfangen. Oft werden sie nur als Fremde oder Eindringlinge betrachtet. Weder sie selbst noch ihre Botschaft sind erwünscht. Nur Geduld und Liebe können ihnen Eingang verschaffen (2. Kor 5,14a). Die natürliche Liebe reicht dazu nicht aus.

10. Bete für das Verhältnis zu den einheimischen Christen

Mitarbeiter im Missionsdienst müssen in einer demütigen Haltung den Christen dienen. Wenn sie mit den Einheimischen die Leitung einer Arbeit haben oder ihr unterstehen, ist die Bereitschaft zum Dienen Grundvoraussetzung.

11. Bete um eine tragfähige und lebendige Gemeinde

Da ausländische Christen durch verschiedene Umstände jederzeit gezwungen werden könnten, das Land verlassen zu müssen, sollte die einheimische Gemeinde so bald wie möglich auf eigenen Füßen stehen, um die Arbeit fortsetzen zu können. Der vom Heiligen Geist erfüllte Einheimische ist in seinem Zeugnis bei seinen Landsleuten oft erfolgreicher als die Ausländer. Bete um Schulungsmöglichkeiten für einheimische Christen (Matth. 28,19-20).

12. Bete um Mitarbeiter im Missionsdienst

Wir sind aufgefordert, Gott zu bitten, Mitarbeiter zu berufen und in seine Ernte zu senden. Bete für die jungen Leute an den theologischen Ausbildungsstätten, dass sie den Bedarf an Mitarbeitern auf dem Missionsfeld erkennen und sich rufen lassen. Bete für die Schüler an Bibelschulen und Seminaren und für ihre Lehrer, dass sie den Schülern nicht nur eine solide theologische Ausbildung bieten, sondern dass sie ihnen auch die missionarische Verantwortung für die Verlorenen in der ganzen Welt bewusst machen. Ziel aller Unterweisungen sollte es sein, dass Menschen zu einem missionarischen Lebensstil angeleitet werden.

II. Bete und handle (Ora et labora)

 

1. Bete mit ganzem Vertrauen

Wenn Gott dir den Gebetsdienst für Mission wichtig gemacht hat, dann kommt es darauf an, dass du seinem Willen entsprechend betest. Beten heißt nicht, einen „unnachgiebigen“ Gott zu überreden, sondern daran mitzuarbeiten, dass sein Wille und seine Strategie zum Zuge kommen. Beten ist nicht nur „Bitten und Hoffen“, sondern vor allem auch „Erwarten und Empfangen“ (Mk. 11,22-24). Bete mit der Vollmacht, die Jesus dir verliehen hat (Joh. 14,13+14; 15,16; 16,23+24).

2. Bete mit Ausdauer und Nachdruck

Bete nicht einfach so allgemein für ein Anliegen, sondern bete mit ganzer Hingabe (Lk 11,1-10). Vertraue Gott die Sache ganz an. Sei gewiss, dass er dein Gebet erhört hat und danke ihm, dass er es zum Besten wenden wird. Bitte Gott, dass du ständig empfänglich bleibst für die Anliegen, die Gottes Geist dir aufträgt. So kann Gott dich jederzeit in seinem Kampf einsetzen.

3. Danke und preise Gott für seine Antworten auf deine Gebete

Lobe Gott für alle Gebetserhörungen und danke ihm schon im Voraus. „Macht euch keine Sorgen, sondern wendet euch in jeder Lage an Gott und bittet ihn um alles, was ihr braucht. Vergesst dabei den Dank nicht!“ (Phil. 4,6)

4. Schaffe Verbindung zur Heimat

Lass die Missionarin / den Missionar an deinem Leben teilnehmen! Er wird sich freuen, mehr über dich zu erfahren und dass du bereit bist, dich mit seinen Nöten zu identifizieren. Wahrscheinlich wird er auch für dich beten.

5. Prüfe, wie du praktisch helfen kannst

Jakobus lehrt, dass unser Glaube durch die Werke unter Beweis gestellt wird. Frage die Christin / den Christ im Missionsdienst, ob du ihm in irgendeiner Weise auch praktisch helfen kannst. Hier sind einige Möglichkeiten:

► Versende seinen Gebetsbrief
► Begeistere andere für seinen / ihren Dienst und die verschiedenen Projekte
► Organisiere eine Gebetsgruppe für sie / ihn
► Hilf ihr / ihm, Material für die Erziehung ihrer / seiner Kinder zu bekommen
► Schicke ihr / ihm aktuelle Zeitschriften und Bücher
► Biete ihr / ihm an, spezielle Dinge zu besorgen, die er braucht und dort nicht bekommen kann
► Wenn du kannst, engagiere dich auch für seine Missionsgesellschaft

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