Gulya, eine junge kasachische Frau, stammt aus säkularem, atheistisch geprägten (wenngleich nominal muslimischem) Familienhintergrund. Eines Nachts hat sie einen Traum. In ihrem Traum färbt sich der Mond rot und viele schreckliche Dinge passieren. Mitten in dem Geschehen sieht sie ein geöffnetes Buch mit einem Gedicht. In den folgenden zwei Nächten hat sie genau denselben Traum wieder. Danach kann sie das Gedicht aus ihrem Traum auswendig. Neugierig beginnt sie viele poetische Bücher zu durchsuchen, in der Hoffnung diese Verse zu finden, aber ohne Erfolg.

Kurz darauf besucht Gulya mit ihrer Familie eine befreundete Familie. In der Nachbarschaft ihrer Freunde sieht sie eine junge Russische Frau mit einem Kopftuch. Normalerweise tragen nur ältere Russische Frauen Kopftücher auf diese Weise. Als Gulya ihre Familie danach fragt, bekommt sie zur Antwort: „Halte dich von der Frau fern. Sie gehört zu einer Sekte.“ Russisch-Baptistische Frauen tragen normalerweise ein Kopftuch in Berufung auf 1. Kor. 11,6. Die Kommunisten zur Zeit der UdSSR verbreiteten die Lehre, dass Baptisten eine abartige Sekte seien, die Blut tränke und Babies opferte. Aber das alles kann Gulya nicht abschrecken, im Gegenteil. Es macht sie nur noch neugieriger. Sie geht zu der jungen Frau und fragt sie selbst. In der Antwort kommt Gott vor. Gulya versteht nicht was gemeint ist, schließlich ist sie atheistisch aufgewachsen. Noch nie hat sie irgendjemanden über Gott sprechen hören. Am Ende des Gesprächs gibt die Frau ihr ein kleines Buch.

Gulya steckt das Buch in ihre Tasche. Zuhause schlägt sie willkürlich irgendeine Seite des Buches auf. Sie will es nicht glauben, aber da steht das Gedicht aus ihrem Traum. Sie sucht in dem Buch nach dem Autor, findet aber keinen. Also geht sie zurück zu der Russin und fragt sie. Die Antwort ist für sie wieder unverständlich. Schließlich lädt die Frau sie zu einem Treffen am Sonntag ein, wo sie mehr lernen könne. In diesem Treffen (einem Gottesdienst), knieten sich an einer Stelle im Programm alle zum Gebet nieder. Und obwohl niemand hinter ihr steht, spürt Gulya plötzlich so etwas wie große Hände auf ihren Schultern, die sie sanft auf ihre Knie drücken. An diesem Tag findet sie zu Jesus. Dann lernt sie, dass das Buch, das sie bekommen hat, eine Bibel ist. Alles was sie in ihrem Traum gesehen hat, steht darin. Das Gedicht, das sie auswendig gelernt hat, war das Vater Unser und die furchtbaren Dinge, die sie gesehen hat, stammten aus der Offenbarung.