Als Geschichtenerzähler, Musiker, Dichter, Händler und Bauern haben die Uighuren ein Erbe an hoch entwickelter Kultur und Zivilisation. Ihre Geschichte besteht aus Invasion und Unterjochung, Kriegen und Konflikten untereinander und mit denjenigen, die die lukrative „Seidenstraße“ kontrollieren wollten, die durch die uighurischen Oasenstädte um die Taklamakan-Wüste verlief.
9 Millionen Uighuren leben in der Uighurischen Autonomen Region Xinjiang im Nordwesten Chinas, einer Gegend aus Wüsten und Bergen. Weitere 500.000 leben in benachbarten Ländern Zentralasiens. Als vor allem bäuerlich geprägtes Volk mussten sie mit ansehen, wie ihr Land infolge der Entdeckung von Erdöl und anderen Bodenschätzen mehr und mehr von Han-Chinesen besetzt wurde. Dieser Zuzug von Menschen ist eine Herausforderung für den uighurischen Lebensstil und ihre zukünftige kulturelle Identität. Viele Uighuren wünschen sich Unabhängigkeit von China, aber es ist zweifelhaft, ob diese jemals Realität wird.
Arbeit und Bildung
Etwa 82% der Uiguren leben auf dem Land und bestreiten ihren Lebensunterhalt in der Regel durch Ackerbau und Viehzucht. In den Städten treiben die Uiguren oft Handel, gehen aber auch vielen anderen Berufen nach.
Arbeitslosigkeit: ca. 25%
Analphabetentum: hoch; keine genauen Zahlen bekannt
Hochschulen gibt es nur in der Landessprache Chinesisch. Da viele Uiguren eine Abneigung gegen diese Sprache der „Besetzer“ haben, gibt es wenige Akademiker unter ihnen.
Religion
Die Uiguren sind sunnitische Muslime der Hanafi-Schule. Der Islam ist für sie ein wesentlicher Teil ihrer kulturellen und völkischen Identität. Allerdings werden alle religiösen Aktivitäten von den chinesischen Behörden argwöhnisch überwacht. Die Ausbildung islamischer Geistlicher ist praktisch unmöglich geworden.
Sprache
Uighurisch
Kontakt mit dem Christentum
Seit den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts haben immer wieder Missionare unter den Uighuren gearbeitet. Bis zu 500 Uighuren wurden in neuerer Zeit in Xinjiang Christen. Neue Konvertiten werden von ihren Familien unter Druck gesetzt und geraten ins Visier der Geheimpolizei. Es gibt mehrere kleine uighurische Gemeinden im benachbarten Kasachstan und vereinzelte Gläubige in Kirgisistan. Die wachsende Gemeinde Jesu unter den Chinesen könnte noch viele Uighuren zum Glauben führen.
Die Gemeinde Jesu heute
Bisher gibt es in der Provinz Xinjiang keine etablierte Gemeinde und wahrscheinlich weniger als 100 verstreute gläubige Uiguren. In Kasachstan gibt es inzwischen einige Gemeinden und über 500 Gläubige.
Bibelübersetzung
Das Neue Testament, sowie das 1. und 2. Buch Mose sind jetzt auf modernem Uighurisch erhältlich, und auch eine Bibelübersetzung in der alten uighurischen Schrift.
Betet für...
- die Gründung von uighurischen Gemeinden überall in Xinjiang.
- die uighurischen Gläubigen in Kasachstan und Kirgisistan
- Ausdauer und Mut für die einheimischen Gläubigen in der Verfolgung.
- Fertigstellung der neuen uighurischen Bibel.
- die chinesische Gemeinde Jesu, dass sie von Gott in China und überall in Zentralasien gebraucht wird.
