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Kasachstan

Landesgröße:  2.724.900 km² 
Hauptstadt: Astana (ca.705.897 Einwohner)
Bevölkerung: ca. 16,2 Mio. Einwohner (2009),
Völker: 63,9% Kasachen, 23,7% Russen, Ukrainer und Weißrussen, 11,4% andere Nationalitäten
Landessprachen:
Kasachisch (Staatssprache), Russisch (Verkehrssprache)
Regierungsform: Präsidialsystem
Staatsoberhaupt: Präsident Nursultan Nasarbajew
Regierungschef: Karim  Kashimkanowitsch Massimow
Parlament: Zwei-Kammer-Parlament (nur eingeschränkte Kompetenzen)
Religionen: Sunitischer Islam, daneben russisch-orthodoxe, katholische und evangelische Christen, Juden
Allgemeine Infos

In Kasachstan lebten für den größten Teil seiner Geschichte mehr Nicht-Kasachen als Einheimische, obwohl sein Name "Land der Kasachen" bedeutet. Seit dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion haben die meisten Russen Kasachstan verlassen, um nach Russland zurückzukehren. Das Land besteht in erster Linie aus offenen Ebenen oder Steppe, mit einigen Bergen im Osten und Südosten. Früher weideten kasachische Nomaden dort ihr Vieh und große Schafherden, aber die sowjetische Politik zwang das Land, Baumwolle anzubauen, Bewässerungskanäle zu bauen und große Mengen chemischen Düngers zu benutzen. Dies führte zu einer der größten ökologischen Katastrophen der Welt - der Austrocknung des Aralsees (vormals der viertgrößte Binnensee der Welt; sein Wasservolumen ging von 1960 bis heute um 70% zurück). Das Volk der Karalkapaken, die in der Nähe des Sees wohnten, waren davon schwer betroffen, mit einer hohen Krankheitsrate und Armut als Ergebnis der Austrocknung der Region und der großen Menge Pestizide, die von dem trockenen Seeboden in die Luft gelangten. Kasachstan ist neben Kirgisistan eine der offensten der ehemaligen zentralasiatischen Sowjetrepubliken. Dies bedeutet, dass es mehr Religionsfreiheit, sowie wirtschaftliche und auch politische Freiheit gibt. Die Zukunft ist jedoch unsicher.


Muslimische Volksgruppen

Im Jahr 1999 ergab eine Volkszählung, dass die Kasachen etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung stellten, Russen und Slawen etwa ein Drittel; der Rest bestand aus Usbeken, Uighuren und anderen Nationalitäten. Da die russische Sprache das Leben sehr stark geprägt hat, sind viele Kasachen und andere Völker ganz zufrieden damit, Russisch zu sprechen und auch in dieser Sprache Gottesdienste zu halten.


Christentum

In Kasachstan herrscht seit der Unabhängigkeit mit die größte Freiheit der Staaten in Zentralasien. Deshalb konnte das Evangelium weiter verbreitet werden, und es entstanden mehr Gemeinden unter den Völkern mit muslimischem Hintergrund als in den Nachbarländern. Es gibt heutzutage Tausende kasachischer Gläubiger und einige Hundert uigurische Gläubige (deren Anbetungslieder zum Teil ins Usbekische übersetzt wurden und in usbekischen Gemeinden gesungen werden). Grundlegendes Bibelstudium ist ein großes Bedürfnis unter diesen Gemeinden, um gute Leiterschaft zu festigen. Alkoholismus ist in Kasachstan sehr ausgeprägt und macht den kleinen Gemeinden regelmäßig große Schwierigkeiten. Der Bedarf an weiteren Gemeindegründungen und Evangelisation ist nach wie vor aktuell, da es immer noch viele Städte ohne einen einzigen kasachischen Gläubigen gibt.


Text and Pictures © People International 2004